Sind offene Kühltheken noch zeitgemäß?
Steigende Energiekosten und immer häufigere Hitzeperioden führen dazu, dass offene Kühltheken zunehmend hinterfragt werden. Auch große Hersteller entwickeln inzwischen Lösungen, um bestehende Kühlmöbel energieeffizienter zu machen.
Sind offene Kühltheken noch zeitgemäß?
Offene Kühltheken gehören seit Jahrzehnten zum gewohnten Bild in Metzgereien, Feinkostgeschäften, Käsefachgeschäften und Supermärkten. Sie ermöglichen eine attraktive Warenpräsentation und bieten Kunden einen ungehinderten Blick auf die angebotenen Produkte.
Doch die Rahmenbedingungen haben sich verändert.
Steigende Energiekosten, höhere Anforderungen an die Energieeffizienz und immer häufiger auftretende Hitzeperioden führen dazu, dass viele Betreiber ihre Kühlmöbel heute mit anderen Augen betrachten. Die Frage lautet nicht mehr nur, wie Produkte optimal präsentiert werden können, sondern auch, wie sich die eingesetzte Kühlenergie möglichst effizient nutzen lässt.
Die Herausforderung offener Kühlmöbel
Jede Kühltheke hat die Aufgabe, Produkte zuverlässig auf der vorgeschriebenen Temperatur zu halten. Bei offenen Kühlmöbeln gelangt jedoch kontinuierlich warme Umgebungsluft in den gekühlten Bereich. Gleichzeitig entweicht gekühlte Luft in den Verkaufsraum.
Dieser Effekt tritt nicht nur im Sommer auf. Er ist das ganze Jahr über vorhanden. An heißen Tagen wird er jedoch besonders deutlich, da die Temperaturunterschiede größer werden und die Kälteanlage stärker belastet wird.
Die Kühlung arbeitet dann nicht nur für die Produkte, sondern teilweise auch für den Verkaufsraum.
Energieeffizienz wird immer wichtiger
Noch vor einigen Jahren standen bei der Auswahl eines Kühlmöbels vor allem Präsentation, Zugänglichkeit und Design im Vordergrund. Heute spielt zunehmend auch die Energieeffizienz eine wichtige Rolle.
Nicht ohne Grund beschäftigen sich Hersteller, Planer und Betreiber immer intensiver mit Möglichkeiten, den Wärmeeintrag in Kühlmöbel zu reduzieren. Glasabdeckungen, Schiebeelemente und andere Formen der Abschirmung gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung.
Das Ziel ist einfach: Die vorhandene Kühlleistung soll dort eingesetzt werden, wo sie benötigt wird – bei den Produkten.
Mehr als nur Energie sparen
Beim Thema Kühlmöbel wird häufig zuerst über Energiekosten gesprochen. Mindestens genauso wichtig ist jedoch die Temperaturstabilität.
Wenn weniger warme Luft auf die gekühlten Produkte trifft, können Temperaturschwankungen reduziert werden. Gleichzeitig wird die Kälteanlage entlastet, da sie weniger Wärme aus dem Kühlraum abführen muss.
Gerade bei empfindlichen Produkten wie Wurst, Käse, Feinkost oder frischen Salaten kann eine möglichst konstante Produkttemperatur ein wichtiger Vorteil sein.
Bestehende Kühltheken weiter nutzen
Für viele Betriebe stellt sich nicht die Frage, ob ein neues Kühlmöbel angeschafft werden soll. Viel häufiger geht es darum, bestehende Kühltheken wirtschaftlich weiter zu nutzen und gleichzeitig deren Effizienz zu verbessern.
Deshalb wächst das Interesse an Lösungen, die vorhandene Kühlmöbel ergänzen oder nachrüsten, ohne dass eine komplette Neuanschaffung erforderlich wird.
Mehr zum Thema Energieeffizienz und Fördermöglichkeiten lesen Sie auch in unserem Beitrag zur BAFA-Förderung für Nachtabdeckungen.
Eine Frage für die Zukunft
Offene Kühltheken werden auch in Zukunft ihren Platz im Lebensmittelhandel haben. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung der letzten Jahre deutlich, dass Energieeffizienz und Temperaturstabilität immer stärker in den Fokus rücken.
Vielleicht sollte deshalb eine einfache Frage gestellt werden:
Soll eine Kühltheke in erster Linie die Produkte kühlen – oder auch den Verkaufsraum?
Die Antwort auf diese Frage wird die Entwicklung von Kühlmöbeln in den kommenden Jahren vermutlich stärker beeinflussen als je zuvor.
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